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« Jue – Erwachen », Haus der Kulturen der Welt, Samstag, den 20. März 2005


Ich wurde verarscht. Ich hatte meine Karte am Freitag bei mir um die Ecke gekauft. Ich hatte nicht geguckt, wie teuer diese Veranstaltung war. „19€“. Na gut. Es muss sich lohnen. Aber am ersten Rechner stand schonmal 16 statt 19€. Am zweiten 19€. Ich habe bestimmt einen teuren Platz reserviert. Das Fräulein am Schlater ist immer noch am Telefon. „Viel Spass!“ sagt sie. Ich freue mich auf das Tanztheater. Ich packe meine Karte weg und gehe mühsam nach Hause mit meinen vielen Umzugskartons. Auf der Karte steht doch 16€. Ich kapiere es einfach nicht. Im Netz steht auch 16€ bzw. 15€ ohne Vorverkaufsgebühr... oder 10€ ermässigt. Verdammt. Wenn ich mich getraut hätte, einfach zu fragen, auch wenn die Kleene da am Apparat gleichzeitig was anders erledigte...


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Sagen wir mal, ich bin nicht alleine gegangen sondern ich habe jemanden eingeladen. Deswegen habe ich praktisch das Doppelte bezahlt. Mein Gast war der unsichtbare Mann. Deswegen.



Ich setze mich im Auditorium hin. Zwei Mädels reden über oberflächliche pseudo-kulturelle Themen. Ich muss lachen. Die alte Dame neben mir sieht Kommunikationsgierig aus. Ich habe aber kein Bock aufs belanglose Plaudern, sorry. Stattdessen entdecke ich wie toll das Programm der Austellung „ÜberSchönheit“ ist. Verdammt. Ich hätte eine Karte für die gesamte Austellung einfach kaufen sollen, das wäre nicht viel teurer aber inhaltvoller gewesen. Das Licht geht aus.


Eine Mutter und ihre Tochter. Die Eine stellt die perfekte Grazie ihrer Bewegungen vor. Die Andere schwänkt zwischen schwebende Posen und leidenschaftliches befreiendes Körperfeuerwerk. Rot, Weiss. Überschön.
20.3.05 13:58


P.A.R.T.S. im e-werk, Weimar, den 6. März 2005

Professioneller Quatsch, mit dem mein persönlicher Quatsch für einen Witz - oder eben nicht - gelten kann. Tja. Was soll's. Wenn ich wie diese Brüsseler Tänzer den ganzen Tag trainieren würde, dann wäre ich auch richtig imponierend und würde beim Quatsch-Machen weder blaue Flecken kriegen noch mir was kaputtbrechen...


Tja. Bin halt nur ne Amateurin!

10.3.05 19:58


"Sophie Scholl, die letzten Tage", Kino International Berlin, den 23. Februar 2005

Einfach schön und maßvoll. Tja, diese Julia Jentsch ist tatsächlich keine schlechte Schauspielerin...

24.2.05 18:26


Hätte lustig sein können: Eine Schwangere kehrt in ihr Heimatdorf in Kroatien von Deutschland zurück, wo sie einen asiatischen Freund hatte, mit dem sie nicht mehr zusammen ist aber von dem sie ein Kind bekommen wird. Die Familie erschreckt, dass sie schwanger aber unverheiratet ist. "Hauptsache ist das Kind kroatisch!" Aber...


Ein paar seltsame Menschen haben sich während der Vorstellung tatsächlich totgelacht, wo nichts zu lachen war: Ist es witzig, dass die Eltern einen "Verheirater" engagieren, damit die Familie ihr Gesicht nicht verliert, egal was für einen Penner sie als Schwiegersohn kriegen? Ist es witzig, dass die Dorfbewohner furchtbare Kung Fu-Kämpfer nachäffen, wenn der würdige Grossvater vorbeifährt? Ja? Haben sie das auch witzig gefunden, dass die Grossmutter des Kindes den Blumenstrauss auf den Kopf ihrer Tochter nach der Geburt im Krankenhaus schmeisst? Ist es witzig, dass die ledige Mutter allein im Kindbett heult, weil niemand ihr Kind akzeptieren und lieben will? JA?


Anscheinend haben sich diese Menschen nicht gedacht, so was passiert. Doch tut es. Witzig, oder?

22.2.05 19:07


Eine interessante Figur der amerikanischen Sozialgeschichte... aber ein typischer amerikanischer historischer Hollywood-Film mit vielen "Stars" und schon n'bissl Pathos lastig...


Interessant... für nicht sehr anspruchsvolle Zuschauer.

21.2.05 18:16


„Ono“ von Malgosia Szumowska, Kino International Berlin, den 19. Februar 2005

„Kannst du das hören?“ Kannst du hören, wie die Zuschauer klatschen? Kannst du hören, wie die Welt nach Liebe schreit? Kannst du hören, wie die Welt im Augenblick des Glücks lächelt? Kannst du hören, wie die Menschen vor Mittellosigkeit schweigen? Kannst du hören, wie die Welt vor Verzweiflung heult?


Ein schon schöner Film, der aber vielleicht eine verdächtige konservative Botschaft enthält: Ein Junkie hat in seinem Verbrecherleben kein Glück gefunden und ist wegen seinem "Geschäft" (bis zum Tode?) geprügelt worden; Die junge Schwangere ist erst glücklich geworden, als sie sich gegen Abtreibung (mehr oder weniger vom "Schicksal" oder von "der Hand Gottes" geholfen) entschieden hat; sie hat die Geburt nicht überlebt, nachdem sie einen Meineid auf ihr Leben und das ihres noch ungeborenen Kinds geschwört hatte... Nicht vergessen, dass der Film polnisch ist.

19.2.05 20:40


Torcheous, Universität der Künste Berlin, den 18. Februar 2005

Drei E-Gitarren, eine E-Bass, ein Schlagzeug. Aufschichtung von Arpeggien auf synkopischem Takt. Wenn dieses Projekt gelungen wäre, wären sowohl die Musiker wie ihr Publikum zum Trance-Zustand... statt zur Langeweile gelangen. Na ja. Nicht jeder kann Mogwai oder The Dears sein. Nicht schlecht, sondern daneben. Wer zum Teufel hat so eine Band für eine PARTY gebucht?!?

19.2.05 03:32


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